Datensicherung im Unternehmen: So sichern Sie Ihre Daten richtig

Eine regelmäßige und gründliche Datensicherung ist heutzutage für jedes Unternehmen unabdingbar. Daten müssen in Echtzeit greifbar und möglichst mobil nutzbar sein, von jedem Ort und zu jeder Zeit. Doch dieses flexible Arbeiten bürgt natürlich auch Risiken. Es wird für Betriebe immer schwerer, die Sicherheit der eigenen Unternehmensressourcen zu gewährleisten.

Obwohl die Sicherheitsrisiken für Unternehmen permanent wachsen, wird die Datensicherheit häufig nicht ernst genommen. Besonders kleine und mittelständische Betriebe tun sich schwer, den ständig wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Dabei lassen sie außer Acht, dass der Aufwand einer vollständigen Datenwiederherstellung um ein Vielfaches größer ist, als eine kontinuierliche Speicherung der wichtigen Daten. Da Verluste von Daten immer mit einem Aufwand an Zeit und Kosten verbunden sind, kann dies im schlimmsten Fall dazu führen, dass ein Betrieb von heute auf morgen vor dem Aus steht.

Um einen reibungslosen Betriebsablauf zu gewährleisten und dafür zu sorgen, dass Daten immer und von überall abrufbar sind, ist es für jedes Unternehmen von entscheidender Bedeutung, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Darüber hinaus sollte kritisch hinterfragt werden, ob die betriebsinternen Abläufe den aktuellen Anforderungen hier gerecht werden. Doch wie sollten Daten heutzutage eigentlich gesichert werden?

So führen Sie die Datensicherung im Unternehmen sicher durch

Unternehmen, die ihre Daten sichern möchte, kommen an dem Thema Datenarchivierung nicht vorbei. Allerdings macht diese nur dann Sinn, wenn sie regelmäßig vollzogen wird. Sollte der Ernstfall eintreten, muss ein möglichst aktueller Backup der Daten zur Verfügung stehen, um die Verluste so gering wie möglich zu halten. In diesem Bereich in drei Methoden der Datensicherung unterschieden.

Volldatensicherung

Bei dieser Methode werden alle wichtigen Daten zu einem bestimmten Zeitpunkt auf einen Datenträger abgespeichert. Bei dem darauffolgenden Backup werden nochmals sämtliche Dateien abgespeichert. Bei der Speicherung sollte darauf geachtet werden, dass der vollständige Datenbestand nicht von einem einzigen Backup abhängt. Hier wird empfohlen, immer mehrere Generationen von Sicherheitskopien aufzuheben. Diese Methode bürgt den Vorteil, dass alle Daten vollständig vorliegen und bei Bedarf schnell gefunden werden können. Allerdings nimmt sie viel Zeit in Anspruch und setzt eine Menge Platz auf dem Datenträger voraus.

Inkrementelle Sicherung

Die Grundlage dieses Ansatzes bildet eine vorausgegangen Volldatensicherung. Im Anschluss werden nur noch die Daten gesichert, die sich seit der letzten Datensicherung verändert haben. Somit kann diese Methode in relativ kurzer Zeit durchgeführt werden und benötigt verhältnismäßig wenig Speicherplatz. Auf der anderen Seite muss ein großer Aufwand betrieben werden die Daten im Fall eines Verlustes wiederherzustellen. Hierzu empfiehlt es sich, zunächst die letzte Volldatenspeicherung und anschließend sämtliche vorhandenen inkrementellen Sicherungen auf das System zu übertragen.

Differentielle Datensicherung

Dieses Vorgehen basiert ebenfalls auf einer vorhergegangenen Volldatensicherung. Künftig werden bei jeder Folgesicherung alle Daten gespeichert, die sich seit der letzten Datensicherung verändert haben. Auch besticht dieses Verfahren durch einen geringen zeitlichen Aufwand und geringe Menge an benötigten Speicherplatz. Darüber hinaus werden hierbei immer alle Daten gesichert, die sich seit der letzten Archivierung verändert haben. Daraus folgt, dass im Ernstfall ausschließlich die letzte Volldatensicherung und die letzte Differentielle Sicherung benötigt werden.

Datensicherung im Unternehmen: Diese Möglichkeiten stehen Ihnen zur Verfügung

Werden im privaten Gebrauch oftmals DVDs, USB-Sticks, CD-ROMS oder externe Festplatten als Speichermedium verwendet, sind diese für ein Unternehmen eher unbrauchbar. Sie verfügen über eine begrenzte Speicherkapazität. Die Lebensdauer ist nicht klar einzuschätzen und es besteht die Gefahr, schnell den Überblick zu verlieren. Hier kommen spezielle Programme zum Einsatz. Sie speichern Ordner, Fotos, Videos, wichtige Textdateien, Tabellen und alles, was dem Unternehmen lieb und teuer ist. Doch wo speichern diese Programme die Daten?

NAS (Network Attached Storage)

Bei NAS handelt es sich um eine zentrale Netzwerkplatte, welche PC-ähnliche Funktionen aufweist. Sie eignet sich perfekt für kleine und große Unternehmen. Wird sie mit einer kompatiblen Backup-Software verbunden, können Daten aller Firmen-PCs nach festen Zeitschemen oder per Knopfdruck gesichert werden. Allerdings kann die Übertragung in diesem Programm länger dauern und es wird eine Netzwerkverbindung vorausgesetzt, um auf die Backups zuzugreifen.

RAID (redundant array of independent disks)

Mehrere Festplatten werden bei diesem System zu einem Laufwerk organisiert. Dieses Laufwerk gewährleistet eine höhere Datensicherheit beim Ausfall einzelner Festplatten und erlaubt einen größeren Datendurchsatz als eine normale Festplatte. Die Daten werden gezielt redundant gespeichert, sie liegen somit in doppelter Menge vor. Auch wenn einzelne Daten gelöscht werden oder nicht mehr auffindbar sind, sorgt die Dopplung der Daten dafür, das gesamte System aufrechtzuerhalten. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass auch große Datenmengen mit einer hohen Sicherheit abgespeichert werden können, perfekt für sensible Unternehmensdaten.

Datensicherung in der Cloud

Durch die Datensicherung im Internet werden externe Datenträger im Unternehmen überflüssig. Darüber hinaus entlastet der Internet-Speicher die Festplatte. Es gibt sowohl kostenfreie -, als auch kostenpflichte Programme, die unterschiedliche Dienste anbieten. Hier sollten Unternehmen allerdings beachten, dass die Übertragung der Daten ins Internet oft länger dauert, als das Überspielen auf lokale Datenträger. Darüber hinaus ist das Übertragen persönlicher Daten auch eine Vertrauensfrage. Server im Ausland könnten weniger strengen Gesetzen unterworfen sein. Sollte der Anbieter pleitegehen, sollte ebenfalls klar sein, was mit den Daten geschieht. Daher ist die Überlegung begründet, empfindliche Daten auf dem eigenen Firmen-Rechner oder einem lokalen Datenträger zu sichern. Eine weitere Option stellt das Verschlüsseln der Daten vor dem Upload dar. Auch hierfür gibt es eine Vielzahl an Programmen, die speziell für die Archivierung von Unternehmensdaten geeignet sind.
Alles in allem ist eine erfolgreiche Datensicherung im Unternehmen kein Zauberwerk. Somit kann jede Firma, das sich ausführlich mit der Thematik auseinandersetzt, von den hohen Sicherheitsstandards profitieren. Allerdings sollte jeder Betrieb für sich entscheiden, welche Methode es bevorzugt, denn es gibt eine Vielzahl an Anbietern. Laut Experten sollten die Kosten bei der Wahl der richtigen Methode eine eher untergeordnete Rolle spielen. Entscheidend ist die Sicherheit der Daten – und sind diese erst einmal verloren, kann der finanzielle Aufwand für die Wiederherstellung schnell ins Unermessliche steigen.

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