Der Datenschutz – Begriffsbestimmung und Geltungsbereich

In Zeiten der internationalen Vernetzung, rücken Themen wie Datenschutz, Privatsphäre und Datensicherheit zunehmend ins Licht der Öffentlichkeit. Spätestens seit der NSA-Affäre ist das Thema Datenschutz in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Durch die Technisierung der Gesellschaft ist die Datenerfassung, Datenverarbeitung und Datenweitergabe immer einfacher geworden. Das Internet ermöglicht es, riesige Datenbestände zu speichern und weiterzugeben. Unternehmen wie Google oder Facebook haben ein großes Interesse an den personenbezogenen Daten ihrer Nutzer. Unter anderem nutzen sie diese, um gezielt Werbung zu schalten. Das Speichern und weitergeben von personenbezogenen Daten gewinnt dadurch mehr und mehr an Bedeutung. Auf internationaler Ebene findet ein reger Handel mit privaten Daten statt.

Durch das Internet ist man oft nicht mehr in der Lage die Weitergabe der eigenen Daten durch den Staat oder die Wirtschaft mit zu verfolgen. Ein Verlust der Kontrolle über die eigenen Daten und damit auch ein Teil der eigenen Selbstbestimmung droht. Sind persönliche Daten einmal im Internet, dann ist es schwierig diese wieder zu löschen.

Was ist Datenschutz?

Wer im Internet einkauft, ein Profil auf einer Social-Media Plattform einrichtet oder an einem Gewinnspiel teilnimmt hinterlässt eine sogenannte Datenspur. Dabei entsteht eine Art digitaler Fußabdruck. Diese Abdrücke sind vor allem für Unternehmen interessant, da sie so die Vorlieben eines potentiellen Kunden in Erfahrung bringen können. Mit dieser Praxis wird oftmals in die Privatsphäre des Nutzers eingedrungen.

Datenschutz setzt hier an. Er schützt vor Missbrauch bei der Übermittlung, Veränderung, Speicherung und Löschung von personenbezogenen Daten durch Dritte. Das Recht der informationellen Selbstbestimmung wird durch den Datenschutz garantiert. Es geht um das Recht, dass jede Person frei und selber entscheiden kann wie mit seinen persönlichen Daten umgegangen wird. Datenschutz ist im Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) verankert. Dieses regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten und setzt die Datenschutzrichtlinie um.

Die Bedeutung des Datenschutzes im Unternehmen

Unternehmen sollten den Datenschutz ganz genau nehmen. Zum einen geht es darum sich rechtskonform zu verhalten. Zum anderen spielt die Datensicherheit eine wichtige Rolle, da Unternehmen nicht nur Daten von ihren Mitarbeiter und Kunden sammeln, sondern auch der Schutz von internen Daten, wie Finanzdaten oder Businessplanungen gewährleisten müssen. Datenschutz fängt daher auch schon beim „Papierabfall“ oder bei der Vernichtung alter Datenträger an. Diese müssen professionell bereinigt werden, ansonsten können die Daten weiterhin ausgelesen werden.

Wie kann ich mich schützen?

Wichtig ist ein verantwortungsvoller und zurückhaltender Umgang mit seinen persönlichen Daten. Je mehr private Daten im Netz vorhanden sind, desto einfacher kann ein personenbezogenes Kunden- oder Nutzerprofil erstellt werden. Datenschutz kann daher nur bei einem bewussten Umgang mit den eigenen Daten garantiert werden.

Datenschutz betrifft uns alle, ob auf der Arbeit oder Zuhause vor dem eigenen Rechner. Bevor Sie Ihre Daten an einen Anbieter weitergeben, sollten Sie daher immer sicher sein, dass dieser seriös ist und kein Datenmissbrauch betreibt. Im Zweifelfall sollten Sie diesen Dienst nicht nutzen.

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